Veranstaltungen

Hier findet ihr aktuelle sowie vergangene Veranstaltungen auf einen Blick. Wir freuen uns darauf, dich bei einer unserer nächsten Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Kommende Veranstaltungen

material matters
Materialität und Material in der Werkdokumentation

6.-7. März 2026 | Emil Schumacher Museum, Hagen (Auditorium)

Programm Download

Material ist ein zentrales Moment künstlerischer Produktion und darum grundlegend für das Verständnis von Kunstwerken und deren Verzeichnung in Catalogues Raisonnés. Materialität prägt Bedeutungen, macht kulturelle Kontexte sichtbar und strukturiert Werkprozesse. Dieses aktuelle und zunehmend relevante Thema greift die Tagung auf. Für die Erstellung von Werk- und Sammlungsverzeichnissen folgt daraus eine grundlegende Frage: Wie lässt sich Material so dokumentieren, dass die Vielschichtigkeit seiner Funktionen – technisch, symbolisch, prozessual – sichtbar bleibt.

Aktuelle Diskussionen zur Materialität betonen die Dynamik künstlerischer Werke: hybride und instabile Stoffe, Alterungs- und Transformationsvorgänge, technologische Anpassungen, digitale Migrationen oder kollaborative Herstellungsweisen. Diese Bedingungen fordern ein Cataloguing heraus, das nicht nur beschreibt, sondern auch Veränderungen nachvollziehbar macht und unterschiedliche Wissensbestände integriert. Die dazu notwendigen Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse betreffen Werkverzeichnisautor*innen, Sammlungs- und Objektmanager*innen, Restaurator*innen, interdisziplinär arbeitende Projektteams und nicht zuletzt die Künstler*innen selbst.

material matters konzentriert sich daher in vier Panels auf Fragen, wie Werkverzeichnisse Materialität präzise und kritisch erfassen können. Im Zentrum steht die Suche nach Kriterien, Begriffen und Dokumentationsformen, die Material als wesentlichen Bestandteil des Werkverständnisses wahrnehmen – und damit eine zukunftsfähige, materialreflexive Praxis für die Werkdokumentation ermöglichen.

In Kooperation mit dem Emil Schumacher Museum.

Die Tagung und der Arbeitskreis werden gefördert durch die Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. 

Für eine kurzfristige Anmeldung oder andere Anliegen wenden Sie sich bitte an: tagunghagen2026@arbeitskreis-werkverzeichnis.de

Bitte beachten Sie, dass während der Tagung fotografiert wird. Mit der Teilnahme erklären Sie sich einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitskreises Werkverzeichnis verwendet werden.

Veranstaltungsarchiv

Werkverzeichnisse & Katalogisierungsprojekte – Herausforderungen und Lösungen

Termine: 17. und 19. November 2025 
Zeit: jeweils 18:00 Uhr (online)

Beim Erstellen von Werkverzeichnissen und Katalogisierungsprojekten stehen die beteiligten AutorInnen und ForscherInnen vor vielfältigen Herausforderungen. Der Arbeitskreis Werkverzeichnis lädt zu einem mehrteiligen Online-Event ein, in dem ausgewählte Projekte ihre individuellen Herausforderungen sowie den Umgang damit vorstellen. Im Anschluss an die Beiträge besteht Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion.

Teil II und III dieser Veranstaltungsreihe widmen sich den Herausforderungen bei der Erfassung kontextgebundener und angewandter Kunst. Ein weiterer Termin ist für Januar 2026 vorgesehen.

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an: veranstaltungen@arbeitskreis-werkverzeichnis.de.

Teilnahme: Die Teilnahme erfolgt über einen Google-Meet-Link. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für die Teilnahme werden weder ein Google-Account noch die Google-Meet-App benötigt.

Online-Zugang zu Teil II am 17. November, 18 Uhr

Online-Zugang zu Teil III am 19. November, 18 Uhr

Programm

Teil II: 17. November 2025, 18 Uhr

Henry van de Velde. Kunstgewerbe im Werkverzeichnis

Beitrag von Bea Maybach

Beschreibung: Ergebnisse aus mehr als 20-jähriger Forschung an der Klassik Stiftung Weimar sind jetzt online unter wvz-henryvandevelde.de abrufbar. Das Online-Werkverzeichnis beinhaltet aktuell über 1.600 dokumentierte Modelle kunstgewerblicher Arbeiten des Jugendstilkünstlers Henry van de Velde aus den Jahren 1891 bis 1941. Die aus den Printpublikationen bekannten Entwürfe für Metall, Textil und Keramik wurden um 377 Sitz- und Ruhemöbel sowie Korbmöbel ergänzt. Bis 2027 folgen weitere ca. 700 Möbelmodelle für Tische, Verwahrmöbel und Kleinmöbel. Die Kontextualisierung der Werke erfolgt über vier umfangreiche ergänzende Verzeichnisse zu Personen, Körperschaften, Aufträgen und Ausstellungen. Erstmals wird Quellenmaterial zur Erforschung der Möbel zugänglich gemacht, welches bis Anfang 2026 um rund 1.000 Möbelzeichnungen aus La Cambre in Brüssel ergänzt werden soll.

Der Vortrag bietet einen Überblick über die spezifischen Herausforderungen bei der Katalogisierung kunstgewerblicher Objekte am Beispiel von Möbeln. Darüber hinaus werden Einblicke in die Entwicklung von Datenbank, Backend und Frontend im Zuge des Übergangs von einer Print- zur Online-Publikation gegeben.

Bea Maybach  hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Kunstgeschichte und Philosophie studiert. Seit 2006 war sie als Freie Art-Direktorin für Konzeption und Design in Hamburger Werbeagenturen tätig und widmet sich seit 2022 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klassik Stiftung Weimar Henry van de Veldes kunstgewerblichen Arbeiten mit Fokus auf die Möbel.

Teil III: 19. November, 18 Uhr

Erfassung baubezogener Kunstwerke in Werkverzeichnissen

Beitrag von Antje Kirsch

Beschreibung:  Das Archiv der Dresdner Künstlergenossenschaft Produktionsgenossenschaft Bildender Künstler „Kunst am Bau“ bewahrt einen besonderen Bestand: die Auftragsunterlagen zu baubezogenen Kunstwerken von im Kern zehn Künstlern, entstanden zwischen 1958 und 1992. Ausgangspunkt war eine einfache Excel-Liste, in der erste Projekte verzeichnet wurden. Daraus entwickelte sich ein wissenschaftliches Forschungs- und Katalogisierungsprojekt, das Kriterien für die Erfassung, Strukturierung und Publikation dieser besonderen Werkgruppe formulierte. Obwohl das weiterführende Ziel einer öffentlich zugänglichen Datenbank nicht erreicht wurde, konnten verschiedene Kriterien und Vokabularien für die besonderen künstlerischen Techniken in anderen Erfassungsprojekten und Werkverzeichnissen genutzt und weiterentwickelt werden.

Der Vortrag skizziert die allgemeinen Herausforderungen bei der Erfassung baubezogener Werke in Werkverzeichnissen, insbesondere im Hinblick auf ein abgestimmtes Vokabular trotz der bislang marginalen Forschungslage, und stellt Lösungsansätze vor.Antje Kirsch, M. A. studierte Kommunikationswissenschaft (B.A.) an der Technischen Universität Dresden sowie Soziologie (M.A.) an der FernUniversität in Hagen. Seit 2009 ist sie als Projektleiterin für das Archiv für baubezogene Kunst im Verein Freie Akademie Kunst + Bau e. V. tätig und hat Werkverzeichnisse für verschiedene Künstler erstellt.

Event-Serie Teil I 
Datum: 20. Oktober 2025 
Zeit: 18:00 Uhr / online

Beim Erstellen von Werkverzeichnissen und Katalogisierungsprojekten stehen die beteiligten AutorInnen und ForscherInnen vor vielfältigen Herausforderungen. Diese sind in der Community bekannt, doch geeignete Lösungsansätze sind nicht immer leicht zugänglich. Wie kann der Forschungsstand – inklusive vorhandener Lücken – transparent und umfassend dokumentiert werden? Wie können Daten bei digitalen Projekten sicher gespeichert und nachhaltig verwaltet werden? Und wie kann der Zugang zum Katalog gewährleistet und das Wissen langfristig gesichert werden?

Der Arbeitskreis Werkverzeichnis lädt zu einem mehrteiligen Online-Event ein, in dem ausgewählte Projekte ihre individuellen Herausforderungen sowie den Umgang damit vorstellen. Nach den Beiträgen können Fragen gestellt und Ideen diskutiert werden.

Der erste Termin für die mehrteilige Event-Serie ist der 20. Oktober 2025.  

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an: katjana.berndt@icloud.com.

Programm

Werkverzeichnis Shirley Jaffe. Ein transatlantisches Projekt
Beitrag von Jelle Imkampe & Olga Osadtschy 

Beschreibung: Die 2016 verstorbene US-amerikanische Künstlerin Shirley Jaffe hat eine herausragende Stellung in der Pariser Kunstszene der Nachkriegszeit. Ihr Werk umspannt mehr als 65 Jahre und überzeugt durch seine hohe malerische Qualität und künstlerische Eigenständigkeit. Die im Sommer 2025 gegründete Shirley Jaffe Foundation mit Sitz in New York hat ein Catalogue Raisonne Project ins Leben gerufen, um das Werk Jaffes umfassend zu katalogisieren, publizieren und so der Nachwelt zugänglich zu machen.

Olga Osadtschy ist Medien- und Kulturhistorikerin mit Schwerpunkt Kunstgeschichte. Sie ist Direktorin der Fondation Fernet Branca, Saint Louis, und hat 2023 eine große Retrospektive Shirley Jaffes am Kunstmuseum Basel kursiert.

Jelle Imkampe hat Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften studiert. Sie ist als Freischaffende Kunsthistorikerin tätig. Ihre Masterarbeit hat sie zu Shirley Jaffe verfasst.

Hugo Suter: Triebe und Läufe
Beitrag von Alexandra Barcal und Tim Oechslin

Beschreibung: Ein Catalogue raisonné, der sich auf ein einzelnes Medium beschränkt, klammert häufig den Großteil eines künstlerischen Gesamtwerks aus. Der Beitrag untersucht am Beispiel des druckgraphischen Œuvres des Schweizer Künstlers Hugo Suter (1943–2013), inwiefern ein digitales Werkverzeichnis thematische wie mediale Verästelungen und Überschneidungen erfassen könnte. Außerdem werden ausgewählte Möglichkeiten, werkimmanente Verbindungen zwischen einzelnen Arbeiten zu visualisieren, überprüft und kritisch diskutiert.

Alexandra Barcal studierte Slavische Philologien und Kunstgeschichte an der Universität Basel. Seit 2002 arbeitet sie an der Graphischen Sammlung ETH Zürich, seit 2007 ist sie als Konservatorin für die Sammlung tätig, seit drei Jahren ist sie stellvertretende Leiterin. Sie hat als Kuratorin zahlreiche Ausstellungen im Bereich der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts verantwortet und ist Autorin mehrerer Ausstellungskataloge und Texte zur Kunst auf Papier.
Tim Oechslin wechselte nach dem Studium der Visuellen Kommunikation an der Zürcher Hochschule der Künste an die Universität Zürich und studiert zurzeit Kunstgeschichte und Philosophie im Master. Er fungiert im Rahmen des Projekts über Hugo Suter als Projektassistent – in dieser Funktion hat er weitreichende Recherchen angestellt und sich intensiv mit dem Werk des Künstlers auseinandergesetzt.

Provenienzen? Muss das sein?
Der Werdegang von Kunstwerken in der Werkverzeichnis-Praxis und seine Konsequenzen

20. – 21. September 2024, Freitag und Samstag ganztägig                                                

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Die Auskunft zur Herkunft eines Kunstwerkes ist unverzichtbarer Bestandteil eines Œuvrekatalogs. Schienen früher ausgewählte Angaben hinreichend zu sein, so gelten heute insbesondere in Folge der Washingtoner Prinzipien und des Kulturgutschutzgesetzes deutlich höhere Standards. Welche Anforderungen werden an Werkverzeichnisautor:innen bei der Recherche und für den Werkeintrag gestellt? Welche Verantwortung tragen sie? Und wie ist der Kunsthandel davon betroffen? 

Eine nobilitierende Provenienz vermag den Marktwert zu steigern, während häufige Eigentümer:innenwechsel oder Lücken in der Provenienzkette diesen mindern können. Die Provenienz sagt auch viel über die „Marktfrische“ eines Objekts aus. Steht ein Raubkunst-Verdacht im Raum, kann die Arbeit unverkäuflich werden. Zunehmend steigt unter den Akteuren des Handels die Einsicht um die Relevanz der Provenienzforschung und sind Schritte auf die Wissenschaft unternommen worden. Wir wollen aus diesem Anlass ein von Agnes Thum in der Kunstchronik ausgesprochenes Plädoyer für eine verstärkte Kooperation zwischen Forschung und Handel aufgreifen, um vorhandene Barrieren weiter abzubauen und ein Best-Practice-Vorgehen zu entwickeln. Es geht dabei nicht nur um die Aufklärung verfolgungsbedingten Kulturgutentzugs, sondern ebenso um das Nachvollziehen jüngerer Verkaufsvorgänge, etwa zum Identifizieren von Exemplaren bei Vervielfältigungskunst oder der Abwehr unautorisierter Kopien. Nicht minder würden die Kunstmarktforschung und der Kunstmarkt als einer der größten Nutzer von Werkverzeichnissen davon profitieren. Welche rechtlichen Hindernisse stehen klaren Auskünften von Kunsthändler:innen im Wege und welche möglichen Lösungen können entwickelt werden, um diese zu überwinden?

Eingeladen sind namhafte Vertreter des Kunsthandels, vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK) sowie des Arbeitskreises Provenienzforschung und Rechtsexperten. Geplant sind Vorträge und Podiumsdiskussionen flankiert von der Mitgliederversammlung.

In Kooperation mit der Forschungsstelle Provenienzforschung, Kunst- und Kulturgutschutzrecht (FPK) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Ermöglicht durch die Kaldewei Kulturstiftung

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie am organisierten Get-Together auf Selbstzahlbasis am Freitag-Abend teilnehmen möchten. 

Bitte beachten Sie, dass während der Tagung fotografiert wird. Mit der Teilnahme erklären Sie sich einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitskreises Werkverzeichnis verwendet werden.

Kontakt: tagungbonn2024@arbeitskreis-werkverzeichnis.de

Die Zukunft von Werkverzeichnissen.
Ihre Rahmenbedingungen und nachhaltige Sicherung

10. – 11. November 2023                                                                                                                                                  

Franz Marc Museum Kochel am See

Ermöglicht durch die Kaldewei Kulturstiftung

Künstler*innen-Nachlässe. Von der wissenschaftlichen Erschließung zum Werkverzeichnis

6. – 7. Mai 2022
Berlinische Galerie

Ermöglicht durch die Kaldewei Kulturstiftung

Original! Kopie! Fälschung!                                                                                   
Kennerschaftliche, juristische und merkantile Aspekte

15. – 16. Oktober 2020
Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Ermöglicht durch die Kaldewei Kulturstiftung

Programm

Donnerstag, 15. Oktober 2020

14:00
Begrüßung & Einleitung
Dr. Anja Tiedemann, Arbeitskreis Werkverzeichnis
Prof. Dr. Marion Ackermann | Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer, Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung
Prof. Dr. Gilbert Lupfer | Wissenschaftlicher Leiter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

14:30
Dr. Konstanze Rudert | Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Dr. Anja Tiedemann | Max Beckmann. Catalogue Raisonné der Gemälde
Organisatorisches / News vom Arbeitskreis

ORIGINALITÄT – ECHTHEIT – FÄLSCHUNG. RECHTLICHE ASPEKTE

15:00
PD Dr. Dr. Grischka Petri, KHI Universität Bonn:
Mehr als Copyright: Eigentum, Zugangsverträge und andere Dimensionen des Bildrechts

15:30
Dr. Friederike Gräfin von Brühl, Rechtanwältin und Kunstexpertin, K&L Gates Berlin:
Wer kann da noch ruhig schlafen? Werkverzeichnis und rechtliche Haftung

16:00
Dr. Miriam Kellerhals, Rechtsanwältin für Urheber-, Kunst- und Wirtschaftsrecht, Berlin:
Die Fälschung aus urheber- und strafrechtlicher Perspektive

16:45
Diskussion

17:15
Pause

17:30
Hubertus Butin, freier Kunsthistoriker und Kurator, Autor des Buches „Kunstfälschung. Das betrügliche Objekt der Begierde“:
Die Fälschungen von Wolfgang Beltracchi und der Kunsthistoriker Werner Spies – ein folgenschweres Verhältnis

18:00
Marcus Schönfelder, Kriminalhauptkommissar, LKA 44 (Kunstdelikte), Berlin:
Kunstfälschungskriminalität aus Sicht der Ermittlungsbehörden



Freitag, 16. Oktober 2020

9:30
Sasa Hanten-Schmidt, Rechtanwältin und vereidigte Kunstsachverständige, Köln / Dresden:                                    

Aufnahme ins Werkverzeichnis als Risiko für Autor*innen

10:00
Dr. Aya Soika, Bard College Berlin:
Umgang mit Fälschungen – ein Werkstattbericht aus Expertensicht

10:30
Diskussion

11:00
Pause

PROJEKTEINBLICKE

11:30
Prof. Dr. Günther Gercken, SKD, Stiftung G. und A. Gercken:
Ernst Ludwig Kirchner. Kritisches Werkverzeichnis der Druckgraphik

12:00
Dr. Dietmar Elger, SKD, Gerhard Richter Archiv:
Malen nach Zahlen. Der Catalogue raisonné von Gerhard Richter

12:30
Diskussion

13:00
Mittagspause

14:00
Dr. Konstanze Rudert / Konstanze Krüger, SKD, Günther Uecker Werkverzeichnisprojekt / Jacob Uecker, Archiv Uecker, Düsseldorf: Günther Uecker

14:30 / 15:00
Besuch der Ausstellung: Günther Uecker zu Gast im Kupferstich-Kabinett in zwei Gruppen und im Wechsel

14:30 / 15:00
Dr. Claudia Schnitzer, SKD, Kupferstich-Kabinett:
Das erste Inventar des Kupferstich-Kabinetts von Johann Heinrich von Heucher (1677 bis 1746) – anlässlich des Jubiläumsjahres 300 Jahre Kupferstich-Kabinett Dresden

15:30
Kaffeepause

16:00
Daphne-Projektteam, SKD:
Werkverzeichnisse als Grundlage musealer Bestandsverzeichnisse: Erfahrungen aus dem Daphne-Projekt/ Online Collection

16:30
Podiumsdiskussion: Werkverzeichnisse – Nutzen, Herausforderungen und Perspektiven für Museen, Archive und Bibliotheken; Fragen der Nachhaltigkeit; Potenziale für Lehre und Wissenschaft.

Teilnehmer*innen: Gilbert Lupfer (SKD), Christian Huemer (Research Center Belvedere Wien); Wolfgang Holler / Thomas Föhl (Klassik Stiftung Weimar / WVZ Henry van de Velde); Michael Hering / Birgitta Heid (Staatliche Graphische Sammlung München / WVZ Kiki Smith); Johannes Schmidt (Städtische Galerie Dresden / WVZ Otto Griebel); Dietmar Elger (SKD / Gerhard Richter Archiv); Manuel Frey (Kulturstiftung des Freistaates Sachsen).

Digitale Werkverzeichnisse. Chancen und Herausforderungen

15. November 2019
Belvedere Wien

Ermöglicht durch die Kaldewei Kulturstiftung

Programm

9:00   Registration und Kaffee

9:30   Begrüßung und Einführung, Dr. Christian Huemer, Belvedere

9:45   Analoges Denken und digitale Semantik, Prof. Dr. Nils Büttner, ABK Stuttgart

10:15 Die digitalen Werkverzeichnisse des Belvedere, Dr. Johanna Aufreiter, Belvedere

10:45 Kaffeepause

11:00 Die Gustav Klimt Datenbank, Mag. Sandra Tretter / Mag. Peter Weinhäupl, Klimt Foundation

11:30 Das Katalog- und Archivsystem für die digitalen Werkverzeichnisprojekte des Wildenstein-Plattner-Instituts,
          Benjamin Gögge, M.A., IT  Berater

12:00 Zur rechtlichen Anatomie digitaler Werkverzeichnisse: Daten, Texte, Bilder, PD Dr. Dr. Grischka Petri, KHI Universität Bonn

12:30 Mittagspause (Buffet)

14:00 News vom Arbeitskreis, Dr. Anja Tiedemann

14:45 Breakout Session nach Arbeitsgruppen

  1. Neue Website des Arbeitskreises – moderiert von Artur Thiessen
  2. Datenmodellierung: CIDOC CRM und WissKi – moderiert von Nicole Sobriel, M.A.
  3. Fragestunde Recht – moderiert von PD Dr. Dr. Grischka Petri
  4. Erschließungstiefe: Analog und digital – moderiert von Dr. Felix Billetter / Dr. Anja Tiedemann
  5. Nachhaltigkeit: Updates wann und wie? – moderiert von Dr. Christian Huemer / Paul Brunner, M.A.
  6. Kaffeetratsch – Freestyle

15:45 Kurzberichte der Arbeitsgruppen im Plenum

16:30 Allfälliges, Dr. Anja Tiedemann

17:00 Tagungsende

Arbeitskreis Werkverzeichnis – 2. Tagung
30. März 2019
LWL Museum für Kunst und Kultur Münster

Ermöglicht durch die Kaldewei Kulturstiftung

Programm

11:00 – 11:15
Dr. Hermann Arnhold, Direktor LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
Begrüßung

11:15 – 11:30
Prof. Dr. Carl-Heinz Heuer, Vorstand der Kaldewei Kulturstiftung, Ahlen
Begrüßung

11:30 – 12:00
Dr. Tanja Pirsig-Marshall, stellvertretende Direktorin des LWL-Museums für Kunst und Kultur, Münster
Werkverzeichnisse im LWL – Museum für Kunst und Kultur: Macke, Morgner und Mueller 

12:00 – 12:30
Sandra Sykora, Rechtsanwältin (D), M.A. Kunstgeschichte, Lehrbeauftragte Kunstrecht Universität Basel
Reproduktionen von Kunstwerken für Werkverzeichnisse: Aktuelle Entwicklungen des Fotorechts in Deutschland, Österreich und der Schweiz

12:30 – 13:30
Mittagspause

13:30 – 16:00
Zur Gestaltung des Arbeitskreises Werkverzeichnis
Protokoll: N. N. – Über wichtige Punkte wird abgestimmt

1) Eva Wiederkehr, Zentrum Paul Klee, Bern
    Mitgliedschaft & Engagement – Wer? Wie?
    Vernetzung & Kooperationen – Wo? Was?

2) Prof. Dr. Gesa Jeuthe, Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg
    Arbeitsgruppen & Ehrenämter – MitarbeiterInnen gesucht
    Handbuch für Werkverzeichnisse (Buchprojekt) – AutorInnen gesucht

3) Dr. Anja Tiedemann, Max Beckmann. Catalogue Raisonné der Gemälde
    Website & Chatrooms – Kommunikation ist alles
    Finanzen & Veranstaltungen – Wünsche ab 2020

4) Dr. Christian Huemer
    15. November 2019 – Tagung im Wiener Belvedere zum Thema „Digitale Werkverzeichnisse – Möglichkeiten und Herausforderungen“

5) Dr. Anja Tiedemann, Max Beckmann – Catalogue Raisonné der Gemälde
    Sonstiges & Verabschiedung

Arbeitskreis Werkverzeichnis – Gründung
3. November 2018
Hamburger Kunsthalle – Galerie der Gegenwart

Ermöglicht durch die Kaldewei Kulturstiftung

Programm

10:30                  Begrüßung

10:45                  Dr. Maria Effinger, Universität Heidelberg
                           Digitale Werkverzeichnisse mit WissKI bei arthistoricum.net – ein Werkstattbericht

11:15                  Prof. Dr. Gesa Jeuthe, Universität Hamburg
                           Ein Gemälde, seine Geschichte und ein Bündel Provenienzen

11:45                  Silvia Castro u. Heike Schreiber, Hamburger Kunsthalle
                           Kunsttechnologische und Naturwissenschaftliche Untersuchungen als Beitrag zum Werkverzeichnis

12:15                  Mittagspause

13:30                  Dr. Matthias Oberli, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaften
                           Werkverzeichnisse und Medienwandel: Chancen und Risiken

14:00                  Prof. Dr. Aya Soika, Bard College Berlin
                           Werkverzeichnis und kein Ende: Die Nachwehen

14:30                  Dr. Ute Haug, Hamburger Kunsthalle
                           Chancen und Risiken eines Arbeitskreises – Ein Arbeitsinstrument mit Schlingfallen?

15:00                  Dr. Anja Tiedemann, Kaldewei Kulturstiftung
                           Arbeitskreis Werkverzeichnis: Praktische Umsetzung

15:30                  Diskussion und offizielle Gründung des Arbeitskreises

16:30                  Ende der Veranstaltung

Werkverzeichnisse sind unentbehrliche Begleiter für Kunsthistoriker und Kunsthandel: Sie geben einen Überblick über das Schaffen eines Künstlers und dokumentieren grundlegende Informationen zum jeweiligen Werk. Darüber hinaus werden sie konsultiert bei der Echtheitsbestimmung oder der Provenienzrecherche. Ihr enzyklopädischer Charakter unterscheidet Werkverzeichnisse von Monografien und Ausstellungskatalogen. In vielerlei Hinsicht ist das Genre sehr speziell und einzigartig, woraus sich besondere Anforderungen und Fragestellungen an ihren Autor/in ergeben, die jedoch meistens ohne vorherige Ausbildung und Vorkenntnisse (was das „Genre“ anbelangt) gemeistert werden müssen. Für die meisten Werkverzeichnis-Autoren bedeutet die Arbeit an einem solchen Großprojekt, besonders wenn sie nicht als Teil eines Teams arbeiten, meist ein Multi-Tasking in verschiedenen Bereichen: Neben inhaltlichen Fragen zur Gliederung und zum Format der Überblicksdarstellung werden Kenntnisse in Fragen der Echtheitsbestimmung oder der Provenienzrecherche benötigt, ganz abgesehen von den organisatorischen Aspekten der Datensammlung, Bildbeschaffung oder der oft zeitaufwendigen Ermittlung von aktuellen Standorten und (im Idealfall) der sich anschließenden Ansicht im Original. 

Die Herausforderungen, die an die Erstellung eines Werkverzeichnisses geknüpft sind, hat zur Idee der Gründung eines informellen Arbeitskreises für AutorInnen von Werkverzeichnissen geführt. Ein solches Netzwerk kann gezielt Synergie-Effekte nutzen, den Austausch fördern und relevante Fragen diskutieren, gerade auch in Bereichen, die jenseits der eigenen Expertise liegen. Welche Relevanz hat das Werkverzeichnis heutzutage innerhalb der Kunstwissenschaften, und wo liegen die Schnittstellen zu den Provenienz- oder Restaurierungswissenschaften? Was kann ein Werkverzeichnis leisten und was nicht? Wie können die traditionellen Zielsetzungen sinnvoll erweitert und an veränderte Anforderungen und Möglichkeiten angepasst werden? Diese und ähnliche Fragen sollen bei einem ersten Treffen in der Kunsthalle Hamburg in mehreren Kurzvorträgen aufgeworfen werden, gefolgt von der Diskussion zur praktischen Umsetzung der geplanten Arbeitskreisgründung.

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