Einladung: Gesprächsrunde zum Umgang mit künstlerischen Nachlässen
Samstag, 22.08.2026, um 15:00 Uhr
Barlach-Halle K, Klosterwall 13, 20095 Hamburg
im Rahmen der Ausstellung HAL BUSSE: WERK UND WIRKEN
Künstlerische Nachlässe bewahren nicht nur Werke, sondern auch Archive, Korrespondenzen, Skizzen, Dokumente und damit die Grundlagen künftiger Kunstgeschichte. Doch wie werden aus überlieferten Beständen lebendige Wissensräume? Welche Bedeutung haben Werkverzeichnisse, Digitalisierung und wissenschaftliche Forschung für die Erschließung eines Œuvres? Welche Verantwortung tragen Erb*innen, Nachlassvertretungen, Museen, Archive, Galerien und der Kunstmarkt?
Gemeinsam möchten wir diskutieren, wie künstlerische Nachlässe langfristig gesichert, erforscht und vermittelt werden können. Wem dienen sie – der Familie, der Wissenschaft, den Institutionen oder der Öffentlichkeit? Wie verändert die Digitalisierung den Zugang zum Werk, und wie lässt sich Authentizität auch im digitalen Zeitalter gewährleisten? Wer prägt letztlich das Bild einer Künstlerpersönlichkeit – und wie bleibt ein Nachlass lebendig, anstatt lediglich bewahrt zu werden?
Im Rahmen der Ausstellung HAL BUSSE – WERK UND WIRKEN laden wir Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter von künstlerischen Nachlässen, aus Museen, Archiven, Forschung, Galerien, Stiftungen, Sammlungen, der Kulturpolitik und dem Kunsthandel herzlich ein, ihre Erfahrungen und Ideen in diese offene Diskussion einzubringen.
Ort: Barlach Halle K, Klosterwall 13, 20095 Hamburg
Kontakt Hal Busse Archiv: Jana Noritsch (WVZ, Biografie), Birgit Hübner (Orga)
info@halbusse.de
WERK UND WIRKEN ist eine Ausstellung des Nachlassarchivs, zu sehen bis zum 29.08.2026, geöffnet täglich 15 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung.
Dass die Künstlerin Hal Busse 2026 einhundert Jahre alt geworden wäre, nimmt ihr Nachlassarchiv in Hamburg nicht nur zum Anlass für eine Ausstellung, sondern publiziert zeitgleich die gleichnamige, sehr umfassende Biografie, die zentrale Aspekte von Hal Busses künstlerischer Praxis zusammenführt und kunsthistorisch einordnet (Verlag ciconia ciconia, Berlin, ISBN 978-3-945867-71-6).
Mit bürgerlichem Namen Hannelore Busse, heiratete die Jagstfelderin (Baden-Württemberg) 1956 den Maler Klaus Bendixen. Seit 1961 lebte die Familie in Hamburg, da Klaus Bendixen Professor am Lerchenfeld (HFBK) wurde.
Ihre Tochter Johanna Bendixen führt mit der Kunstwissenschaftlerin Jana Noritsch in Hamburg das Nachlassarchiv, wo beide an einem Werkverzeichnis arbeiten (weitere Infos auf www.halbusse.de).
